Der Freundeskreis Battenberg informiert -
Vorbereitungskurs zur MPU (Führerscheinkurs)

 

Die häufigsten Gründe für die Anordnung einer medizinisch- psychologischen Untersuchung sind

 

 

Die MPU (medizinisch- psychologische Untersuchung) ist ein behördlich oder gerichtlich angeordnetes Verfahren, das die Ursachen für Auffälligkeiten im Straßenverkehr klären und eine Feststellung ermöglichen soll, ob bzw. inwieweit die Person noch zum Führen von Kraftfahrzeugen geeignet ist.

Im Unterschied zur Führerscheinprüfung geht es bei der MPU um die charakterliche Eignung.

 

Sie besteht aus 3 Teilen:

 

  1. Auswertung eines Fragebogens zur eigenen Person und der Analyse der Fahrerakte
  2. der medizinischen Untersuchung, ggf. incl. Reaktionstests
  3. der psychologischen Begutachtung

 

Grundsätzlich sind Nachweise einer längerfristigen Abstinenz und die geänderte Einstellung zu Alkohol, Drogen oder Medikamenten erforderlich. Diese lassen das künftige Unterbleiben von Deliktfahrten vermuten. Hierzu empfiehlt sich der regelmäßige Besuch von entsprechenden Einrichtungen, z.B. des Freundeskreises Battenberg. Wir erstellen dem Betroffenen bei aktiver Teilnahme an den Informationsabenden einen Nachweis über die persönliche Weiterentwicklung.

 

Zur Vorbereitung auf ein positives Gutachten und damit zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis bietet der Freundeskreis Battenberg - Verein für Suchtkrankenhilfe e.V. – ein Intensivseminar an.

Der Freundeskreis Battenberg hat dafür ein vom TÜV anerkanntes Verfahren entwickelt. Der Kurs wird von in der Vergangenheit selbst betroffenen, erfahrenen Suchtkrankenhelfern durchgeführt.

Ein positives Ergebnis der MPU erzielen ca. 90 Prozent der Teilnehmer dieses Kurses.

 

Die Kosten sind gering, da wir nicht an einer Gewinnerzielung interessiert sind!

 

Die Termine werden noch bekannt gegeben oder können erfragt werden.

 

Telefonische Anmeldungen (auch von Personen, die bisher noch nicht den Freundeskreis Battenberg besuchten) nehmen der richten Sie bitte Tel. 0160/6502503 oder 06452/3944.


 

GESETZLICHE BESTIMMUNGEN IN DEUTSCHLAND

Ordnungswidrigkeit, Straftat und Strafmaß

In Deutschland wird im Straßenverkehrsrecht zwischen Straftaten und Ordnungswidrigkeiten unterschieden. Das gilt auch für Alkoholauffälligkeiten.

Ordnungswidrigkeiten

Bekannteste Ordnungswidrigkeit ist die 0,5 Promille-Grenze. Das Fahren unter Drogeneinfluss wird ebenfalls als Ordnungswidrigkeit geahndet, ohne dass es hierfür bestimmte, definierte Grenzen gibt. Ordnungswidrig handelt auch, wer mit mindestens 0,5 Promille Alkohol im Blut oder 0,25 Promille Alkohol pro Liter Atemluft ein Fahrzeug führt. Eine Fahruntüchtigkeit muss im Einzelfall nicht vorliegen.

Bei einem Verstoß gegen den §24a StVG kann eine Geldbuße bis zu 1.500 Euro verhängt (beim erstmaligen Verstoß in der Regel 250 Euro) und ein Fahrverbot von ein bis drei Monaten ausgesprochen werden.

Zudem werden Punkte in Flensburg eingetragen.

Straftaten

Alkoholbedingte Fahruntüchtigkeit wird vom Gesetzgeber in den §§ 315c und 316 des Strafgesetzbuches geregelt. Die Tatsache der Fahruntüchtigkeit muss durch einen Richter im Strafverfahren festgestellt werden. Hierbei hat er zwei Möglichkeiten:

→ Feststellung der absoluten Fahruntüchtigkeit.

Gilt bei Werten von 1,1 Promille und darüber.

→ Feststellung der relativen Fahruntüchtigkeit.

Gilt bei Werten von 0,3 Promille und darüber, wenn alkoholbedingte Auffälligkeiten (z. B. Fahrfehler) festgestellt wurden oder ein Unfall passiert ist.

Strafmaß

→ Bei Gefährdung anderer Menschen oder fremder Sachen:

Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren

→ Bei Trunkenheit im Verkehr ohne Gefährdung:

Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr

Gleichzeitig setzt der Richter eine Sperrfrist fest. Vor Ablauf der Sperrfrist darf keine neue Fahrerlaubnis erteilt werden.

Für die Wiedererteilung des Führerscheins ist nicht das Gericht, sondern die Führerscheinbehörde zuständig. Sie prüft in eigener Verantwortung, ob nach Ablauf der Sperrfrist noch Eignungszweifel bestehen.

 

 

Informationen des Drogenreferates der Stadt Frankfurt