Wie geht es Ihnen?

GUT! – ist die Standardantwort. Auch wenn dem nicht so ist. Wie kommt das eigentlich? Ist es fehlendes Vertrauen in den Gesprächspartner? Interessiert ihn das überhaupt? Was geht ihn das an?

Der Freundeskreis ist üblicherweise als Selbsthilfegruppe für Suchterkrankte bekannt. Bei meiner Arbeit im Freundeskreis als Suchtkrankenhelfer habe ich festgestellt, dass es eine Vielzahl von Menschen gibt, denen die Möglichkeit fehlt, vertrauliche Gespräche zu führen. Bereits im Vorfeld von unangemessenem Alkoholkonsum, Tabletteneinnahme und auffälligen Verhaltensweisen ist es wichtig, seinem Herzen Luft zu machen.

Deshalb möchte ich die Montagsgespräche im Zentrum des Freundeskreises erläutern. Wir haben ein eigenes Haus, das befindet sich in Battenberg in Senonchesstraße 3, das ist Richtung Sportplatz.

Diese Gespräche haben nichts mit Suchterkrankung zu tun. Hier treffen sich Menschen, die nicht krank sind, sich aber auch nicht wirklich wohlfühlen – evtl. bereits über einen längeren Zeitraum. Zum Teil ist Ihnen gar nicht bewusst, was sie bedrückt, feststeht aber, dass etwas nicht in Ordnung ist.

Sie kommen zusammen, um über sich zu erzählen oder auch einfach nur um anderen zuzuhören. Oberstes Gebot ist die Verschwiegenheit – sowohl über die Gesprächsinhalte, als auch über die Teilnahme selbst. Das ist die Voraussetzung für Vertrauen, welches unabdingbar ist.

Einige Teilnehmer sind verheiratet und leben in einer guten Beziehung. Dennoch gibt es Themen, die sie nicht gerne mit dem Partner besprechen wollen.

Teils weil diese Themen den Partner selbst betreffen, oder auch weil sie keine Schwäche offenbaren möchten.

Die Gespräche finden in freundschaftlicher Atmosphäre statt und werden durch ein Team ausgebildeter Mitarbeiter des Freundeskreises begleitet. Dabei sind Beachtung und Respekt wichtige Aspekte. Wertschätzung erfolgt nicht auf Grundlage von Leistung, sondern ist bereits durch die Existenz des einzelnen Menschen gerechtfertigt. Es gibt keine Hierarchien.

Durch die Möglichkeit, Gespräche unter diesen Rahmenbedingungen zu führen, die Erkenntnis, dass man nicht allein ist, dass es Menschen gibt, die einem zuhören und die eigene Person wichtig ist, empfinden die Teilnehmer bereits Erleichterung.

Und darum geht es: Erleichterung!

Es handelt sich nicht um Therapie– die könnte der Freundeskreis auch gar nicht leisten. Ich möchte Sie an dieser Stelle ermutigen, diese Gesprächsrunde einfach mal auszuprobieren. TRAUEN SIE SICH!

Ich stehe Ihnen gern persönlich als Ansprechpartner zur Verfügung – garantiert vertraulich !

Rufen Sie einfach beim Freundeskreis unter Tel. 0160/650 250 3 an.